Freitag, 19. Juli 2013

Bachelorette!

Es ist geschafft! Ich habe mein Bachelorstudium abgeschlossen. Ich darf mich seit gestern Bachelor of Arts nennen. Und es fühlt sich großartig an.
Aber der Reihe nach!
Seit meinem letzten Post am Sonntag, war alles sehr entspannt. Meine Familie hat mich liebevoll umsorgt und ich habe am Dienstag in aller Ruhe meine Präsentation vorbereitet. Mittwoch habe ich dann schon wesentlich nervöser meine Karteikärtchen geschrieben und meine Präsentation durchgesprochen. Ab Mittwochabend war es dann vorbei. Zur Ruhe kommen war mehr als schwer, an Schlaf war nicht zu denken und nach dem Aufstehen am Donnerstag kam auch gleich dieses mulmige Nervositätsgefühl. Als ich mit dem Zug nach Görlitz gefahren bin, habe ich meine Präsentation im Kopf noch mal durchgesprochen (Problem war nur, dass ich zwar nichts gesagt habe, meine Handbewegungen zum Erklären aber trotzdem gemacht habe - ich glaub der Typ, der mir gegenüber saß, hielt mich für nicht ganz sauber ;)). Und die Nervosität stieg und stieg. Als ich in der Hochschule angekommen bin, waren meine Hände schon klatschnass und mir speiübel! Nachdem ich den Laptop an den Beamer angeschlossen hatte, bin ich im Zimmer auf und abgelaufen, hab die Präsentation zum x-ten Mal auf Rechtschreibfehler überprüft und bin wieder auf und abgelaufen. Eine halbe Stunde vor Beginn kam Gott sei Dank Herr Rothe und hat mich mit ablenkenden Neuigkeiten vom Kahn versorgt. Leider blieb die Übelkeit und desto näher die Zeiger der Zehn rückten, desto schneller ging mein Herz und meine Atmung und desto feuchter waren meine Hände. Dann kamen Herr Munkwitz und Herr Hummel ins Zimmer und es konnte losgehen. Nach zwei drei tiefen Atemzügen fing ich an zusprechen, nach den ersten drei Folien war das Händezittern erträglich und bei der 3. Forschungshypothese hatte meine Stimme wieder die Festigkeit, die ich brauchte, um überzeugend zu sein. Nach unheimlich kurz erscheinenden zehn Minuten hatte ich meinen Vortrag beendet und meine Betreuer fingen an, mir Fragen zu stellen. 50 Minuten lang beantwortete ich Fragen, stütze meine Argumentation und bekam auch Beihilfe von Herrn Rothe - ein Glück, dass er da war! Dann wurde ich nach draußen geschickt und wieder begann ich auf und ab zu laufen. Meistens auf Zehenspitzen, damit ich niemand mit dem Klappern meiner Absätze nervte. Als Herr Munkwitz mich wieder bat einzutreten, lächelte er - ein gutes Zeichen! Meine Bachelorarbeit hat ihnen gefallen, eine gute Arbeit, ein paar Sachen sind nicht 100%ig stimmig, deswegen gibt es ein bisschen Punktabzug, aber im Großen und Ganzen, war es eine sehr gute Arbeit, die man flüssig in einem Zug lesen kann. Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Bachelorprüfung!
Ganze Gebirgszüge fielen mir in diesem Moment vom Herzen. Es war geschafft, es war sehr gut! Auf die Frage, was ich jetzt machen würde, sagte ich mit großer Erleichterung in der Stimme: URLAUB! Und danach meinen Master. Noch ein paar letzte Unterschriften und sie verließen lächelnd das Zimmer.   Herr Rothe beglückwünschte mich mit einer festen Umarmung und ich lud ihn, nachdem ich alles wieder abgebaut und meine Unterschriften eingeholt hatte, auf einen echten Mensakaffee ein. Ich hab mich so leicht gefühlt, aber auch so wehmütig! Ich gab meine Mensakarte ab, meldete mich in der Bibliothek ab und holte mir dann noch meine Exmatrikulationsunterlagen im Studierendensekretariat ab. Drei Jahre sind vorbei! Am 15. Juni 2010 war ich zum Eignungsgespräch in Görlitz. Und nun... drei Jahre, einen Monat und drei Tage später war alles schon wieder vorbei. Dankbar schaute ich mich noch mal auf dem Campus um und erinnerte mich an die drei ereignisreichen Jahre - ich habe meinen Liebsten hier kennengelernt, ich habe wunderbare Freunde gefunden, ich habe vor Prüfungen geschwitzt und danach gefeiert. Ich war fünf Monate in Litauen und hab fünf fantastische Monate Praktikum auf dem Theaterkahn gemacht und nun mein Studium mit einem fantastischen Ergebnis abgeschlossen. Jetzt drücke ich die Daumen, dass das Wetter beim Urlaub auch fantastisch ist und der Master genauso erfolgreich wird, wie mein Bachelor.
Abends haben wir das natürlich gefeiert. Meine Familie und ich saßen abends noch gemütlich auf der Terrasse, haben eine Flasche Sekt geköpft und den Sommerabend genossen. Morgen kommt mein Schatz und meine Großeltern, damit ich auch mit ihnen auf meinen Bachelor anstoßen kann. Und dann geht es in den Urlaub. Bis Ende August werden mein Schatz und ich mit dem Motorrad in Deutschland unterwegs sein und dann werde ich zum Jubiläum auf den Theaterkahn zurückkehren. Und dann werde ich natürlich hier auch über meinen neuen Blog informieren. Aber bis dahin mache ich eine kleine Schreibpause ;)

Ich danke allen, die diesen Blog verfolgt und regelmäßig gelesen haben. Ich hoffe, es hat allen gefallen und ich konnte einen interessanten Einblick in meine Praktikantenarbeit geben. Ich danke natürlich auch der gesamten Theaterkahnbesatzung - es war eine wundervolle Zeit und ich freue mich jetzt schon auf jedes Wiederkommen!
Und natürlich danke ich meinem Liebsten und meiner Familie für eure Geduld und Unterstützung!
Bis zum Ende des Sommers - genießt die Sonne!
Eure Sabrina

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